Fragen

Wo finden die Mediationssitzungen statt?

Grundsätzlich sollte die Mediation nicht bei Ihnen – zu Hause bzw. in Ihrem Unternehmen – stattfinden, sondern an einem neutralen Ort. Die von uns verwendeten Sitzungsräume verfügen über die erforderliche Ausstattung (Flipchart, Moderationswand) und ein angenehmes Ambiente.

Wie kann ich meinen Partner, Nachbar, … dazu bringen, an einer Mediation teilzunehmen?

Die Teilnahme an einem Mediationsverfahren ist freiwillig. Auch wenn Sie selbst davon überzeugt sind, muss auch Ihr Partner, Nachbar, Kollege, … die Mediation als sinnvolle Möglichkeit zur Beilegung Ihres Konfliktes sehen.

Wenn gewünscht, nehmen wir auch gerne unverbindlich mit allen Konfliktbeteiligten Kontakt auf, um die Möglichkeit einer Mediation zur Lösung Ihres Konfliktes zu besprechen. Wichtig ist dabei, dass unabhängig davon, wer die Mediation initiiert hat, die Mediatoren keine parteiliche Haltung einnehmen, sondern allen Beteiligten gegenüber neutral sind und auch im Laufe des Verfahrens bleiben!

In jedem Fall wird im Rahmen des Erstgespräches nochmals gemeinsam geklärt, ob Mediation das richtige Instrument zur Klärung Ihres Konfliktes ist und alle Beteiligte daran auch teilnehmen wollen.

Die Mediation kann außerdem von jedem Beteiligten jederzeit beendet werden.

Wer zahlt die Kosten eines Mediationsverfahrens?

Die Kosten eines Mediationsverfahrens werden üblicherweise zwischen den Parteien aufgeteilt. Die genaue Kostenteilung, z.B. auch unter Berücksichtigung einer unterschiedlichen Einkommenshöhe der Parteien, kann im Erstgespräch gemeinsam mit dem Mediator festgelegt werden.

Wir ersuchen darum, die Kosten im Anschluss an die Sitzung in bar oder per Karte (Maestro, Visa) zu bezahlen

Erspart mir Mediation den Rechtsanwalt?

Nicht unbedingt. Mediation ist keine Rechtsberatung! Zur Klärung von rechtlich bedeutsamen Fragen ist die Beratung durch einen Rechtsanwalt unerläßlich, vor allem auch, um volle Aufklärung über die rechtlichen Konsequenzen der vereinbarten Lösungen zu haben.

Ihr Rechtsanwalt wird dadurch anstelle Ihres Rechtsvertreters zu Ihrem Rechtsberater, der Sie – durchaus parteilich – über Ihre Rechte und Möglichkeiten berät. Der Mediator wird Sie im Zuge des Verfahrens nochmals auf die Notwendigkeit einer externen Beratung hinweisen und das Verfahren ggf. auch zur Einholung der erforderlichen Beratung unterbrechen.

Der Mediator informiert Sie auch über die Möglichkeiten einer kostenloser Rechtsberatung bei verschiedenen Institutionen.

Wie lange dauert ein Mediationsverfahren?

Die Dauer eines Mediationsverfahrens hängt u.a. von der Komplexität des Falles, der Anzahl der Parteien und dem Grad der Zusammenarbeit der Parteien ab.

Übliche Verfahren umfassen zwischen 3-6 Sitzungen á 1,5 bis 2 Stunden. Die Termine für die Sitzungen werden zwischen den Mediatoren und den Beteiligten vereinbart, etwa eine Sitzung pro Woche. In Wirtschaftsmediationen können in besonderen Fällen auch “Klausuren”, die länger dauern, vereinbart werden.

Wichtig: Die Teilnahme am Mediationsverfahren ist freiwillig, d.h. jeder Beteiligte kann das Mediationsverfahren jederzeit beenden.

Üblicherweise erfolgt nach jeweils drei Sitzungen eine Bilanz des bisher Erreichten.

Für welche Konflikte eignet sich Mediation?

Mediation hat sich in vielen Bereichen zur Lösung von Konflikten bewährt, vor allem, weil dabei individuelle und zukunftsorientierte Lösungen von den Beteiligten selbst erarbeitet werden:

  • im Familienbereich, z.B. auch bei Trennung/Scheidung
  • im Wirtschaftsbereich
  • bei Nachbarschaftskonflikten
  • in der Schule
  • im Umweltbereich

Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Mediation sind in jedem Fall

  • die Freiwilligkeit, d.h. alle Beteiligten müssen freiwillig an dem Verfahren teilnehmen
  • eine grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft

Wenn Ihr Konflikt bereits so stark eskaliert ist, dass Sie nicht bereit sind, sich mit den anderen Beteiligten an einen Tisch zu setzen, ist Mediation kein geeignetes Verfahren.

Was sind die Aufgaben des Mediators?

Der Mediator

  • leitet das Mediationsverfahren und ist für die Struktur und den Prozeß verantwortlich
  • unterstützt alle Parteien gleichermassen, ist also allparteilich und neutral
  • unterstützt sie dabei, sachgerechte, zukunftsorientierte und faire Lösungen zu entwickeln
  • ist zur Verschwiegenheit gesetzlich verpflichtet

Auf Wunsch dokumentiert der Mediator Ihre Lösungen in Form einer Mediationsvereinbarung.

Was bedeutet "eingetragener Mediator"?

Mit dem seit 2004 geltenden Zivilrechts-Mediations-Gesetz hat Österreich, das hier in Europa eine Vorreiterrolle einnimmt, einen gesetzlichen Rahmen zur Regelung von Konflikten geschaffen, zu deren Entscheidung eigentlich die ordentlichen Gerichte zuständig sind.

Das Bundesministerium für Justiz führt dazu eine Liste der “eingetragenen Mediatoren“. Voraussetzung für die Eintragung ist der Nachweis der fachlichen Qualifikation, Vertrauenswürdigkeit, ein Mindestalter und der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Die Eintragung bietet Gewähr für eine bestimmte Qualität des Mediators und die Sicherheit eines gesetzlich geregelten Rahmens für das Mediationsverfahren.

Ein “eingetragener Mediator” ist zur Verschwiegenheit gesetzlich verpflichtet und darf auch nicht als Zeuge (in einer mit dem Mediationsverfahren in Zusammenhang stehenden gerichtlicher Auseinandersetzung) einvernommen werden. Außerdem tritt bei derartigen Mediationsverfahren eine Fristenhemmung in Kraft, die die Klienten davor schützt, während der Dauer des Mediationsverfahrens eine Frist zu versäumen.  (Über genauere Details informiert sie der Mediator im Verfahren)